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Klausurenphase & Werkstudentenjob – Arbeitszeit reduzieren

Klausurenphase als Werkstudent: Stunden reduzieren, mit dem Chef sprechen und Prüfungen bestehen. So vereinbarst du Lernen und Arbeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • 4-6 Wochen vor Klausurenphase mit dem Chef über Stundenreduzierung sprechen
  • Mögliche Modelle: Stunden reduzieren, flexibel arbeiten, Urlaub nehmen, vorarbeiten
  • Pomodoro-Technik: 25 Min lernen, 5 Min Pause – steigert die Konzentration
  • Kein gesetzliches Recht auf Reduzierung – Kooperation und Kommunikation entscheidend
  • Schlaf priorisieren: 7-8 Stunden sind wichtiger als 2 Extra-Stunden Lernen

Die Klausurenphase – der Stresstest für Werkstudenten

Die Klausurenphase ist für Werkstudenten die härteste Zeit des Semesters. Einerseits musst du lernen, andererseits will dein Arbeitgeber, dass du deine Aufgaben erledigst. Viele Werkstudenten machen den Fehler, beides gleichzeitig auf 100% zu fahren – und scheitern an beidem. Kluge Planung ist der Schlüssel.

Mit dem Chef sprechen – frühzeitig!

Sprich 4-6 Wochen vor der Klausurenphase mit deinem Vorgesetzten:

"In 4 Wochen beginnt meine Klausurenphase. Wäre es möglich, meine Stunden für 3-4 Wochen zu reduzieren? Ich möchte danach wieder voll einsteigen."

Mögliche Modelle

  • Stunden reduzieren: Von 20h auf 10-12h pro Woche
  • Flexibler arbeiten: Abends oder am Wochenende statt tagsüber
  • Urlaub nehmen: Urlaubstage für die Klausurenphase aufsparen
  • Unbezahlte Freistellung: 1-2 Wochen komplett frei für Prüfungen
  • Vorarbeiten: Vor der Klausurenphase Überstunden machen und Aufgaben vorziehen

Die meisten Arbeitgeber sind verständnisvoll – schließlich wissen sie, dass du Student bist. Aber erwarte nicht, dass sie von selbst darauf kommen. Du musst aktiv kommunizieren.

Zeitmanagement in der Klausurenphase

Der Wochenplan

Erstelle einen konkreten Wochenplan mit festen Lern- und Arbeitsblöcken:

  • Morgens (8-12 Uhr): Lernen – dein Gehirn ist am frischsten
  • Nachmittags (13-17 Uhr): Arbeiten (reduzierte Stunden)
  • Abends (19-21 Uhr): Wiederholung und leichtes Lernen

Die Pomodoro-Technik

Besonders effektiv in der Klausurenphase:

  • 25 Minuten konzentriert lernen
  • 5 Minuten Pause
  • Nach 4 Runden: 30 Minuten längere Pause

Prioritäten setzen

  • Prüfungen priorisieren: Welche Prüfung ist am wichtigsten? Am schwersten? Am nächsten?
  • Bei der Arbeit delegieren: Nicht-dringende Aufgaben können warten oder an Kollegen übergehen
  • Perfektionismus ablegen: In der Klausurenphase reichen 80% bei der Arbeit

Deine Rechte

Bildungsfreistellung

In manchen Bundesländern gibt es eine Bildungsfreistellung (Bildungsurlaub), die auch für Prüfungsvorbereitungen genutzt werden kann. Allerdings gelten Werkstudenten in den meisten Bundesländern nicht als anspruchsberechtigt (da weniger als 6 Monate/Jahr beschäftigt).

Arbeitsvertrag prüfen

Manche Arbeitsverträge enthalten Klauseln zur Arbeitszeitanpassung in der Prüfungszeit. Prüfe deinen Vertrag – vielleicht ist die Reduzierung bereits vorgesehen.

Kein Recht auf Reduzierung

Es gibt kein gesetzliches Recht, die Arbeitszeit für Prüfungen zu reduzieren. Du bist auf die Kooperation deines Arbeitgebers angewiesen – deshalb ist frühzeitige Kommunikation so wichtig.

Wenn der Chef nicht mitmacht

Falls dein Arbeitgeber die Stundenreduzierung ablehnt:

  • Urlaub nehmen: Für die schlimmsten Prüfungstage
  • Früher/später arbeiten: Lernzeit tagsüber, Arbeit abends oder am Wochenende
  • Homeoffice nutzen: Spart Pendelzeit, die du fürs Lernen nutzen kannst
  • Krank feiern: NEIN! Keine gute Idee – Vertrauensverlust und im Extremfall fristlose Kündigung

Lerntipps für Werkstudenten

  • Früh anfangen: Nicht erst 2 Wochen vor der Prüfung – verteile den Stoff über 4-6 Wochen
  • Altklausuren: Die beste Prüfungsvorbereitung – frag in der Fachschaft nach
  • Lerngruppen: 2-3 Kommilitonen, feste Zeiten – gegenseitig erklären fördert das Verständnis
  • Pendeln nutzen: Karteikarten oder Podcasts auf dem Weg zur Arbeit
  • Schlaf priorisieren: 7-8 Stunden Schlaf sind wichtiger als 2 Stunden mehr Lernen

Nach der Klausurenphase

  • Danke sagen: Bedanke dich bei deinem Chef für die Flexibilität
  • Voll einsteigen: Zeige, dass du nach den Prüfungen wieder 100% gibst
  • Reflektieren: Was hat gut funktioniert? Was machst du nächstes Mal anders?

Fazit

Die Klausurenphase als Werkstudent ist anspruchsvoll, aber mit guter Planung und offener Kommunikation machbar. Sprich frühzeitig mit deinem Chef, erstelle einen Wochenplan und priorisiere gnadenlos. Dein Studium hat Vorrang – ein guter Arbeitgeber versteht das.

Häufige Fragen

Kann mein Chef mich zwingen, in der Klausurenphase normal zu arbeiten?
Ja, rechtlich gesehen schon – du hast keinen gesetzlichen Anspruch auf Arbeitszeitreduzierung für Prüfungen. Aber: Die meisten Arbeitgeber sind kooperativ wenn du frühzeitig und professionell fragst. Letztlich haben sie ein Interesse daran, dass du dein Studium erfolgreich abschließt.
Wie viele Stunden sollte ich in der Klausurenphase maximal arbeiten?
Das hängt von der Anzahl deiner Prüfungen ab. Als Faustregel: Reduziere auf 50-60% deiner normalen Stunden. Bei 20h/Woche wären das 10-12h. Bei besonders vielen oder schweren Prüfungen kann es sinnvoll sein, 1-2 Wochen komplett frei zu nehmen.
Soll ich meine Urlaubstage für die Klausurenphase aufheben?
Ja, das ist eine kluge Strategie! Spare 3-5 Urlaubstage für die Prüfungswoche auf. So bist du an den wichtigsten Tagen komplett frei zum Lernen, ohne auf Gehalt verzichten zu müssen.

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Stand: März 2026· Alle Angaben ohne Gewähr